Spotify let's go


Zugegeben, Spotify ist ein hartes Thema für mich. Für 10€ im Monat alle Musik der Welt streamen und nie wieder Alben kaufen müssen, ist ein Deal, der es independent Artists sehr schwer macht, vor allem am Anfang ihrer Karriere. Was ich im Jahr bei Spotify verdiene, finanziert kein Album, was da läuft. Zudem ist Spotify ein gesonderter Arbeitsbereich geworden. Wenn man wirklich lohnenswert da stattfinden möchte, ist es ein eigenes soziales Netzwerk, was viel Arbeit bedarf, die man z.B. nicht mehr in das Produzieren neuer Musik stecken kann. Warum mache ich es trotzdem? Spotify ist zu einer Marktgröße geworden, die ähnlich wie Amazon unsere Gewohnheiten nachhaltig verändert: viele haben keine CD Player mehr, kaufen Alben oder Platten. Es gibt eine große Zahl an Hörer:innen, die ich nur hier erreichen kann. Und hier liegt auch ein Vorteil von Spotify: ich kann potentiell viele neue Hörer:innen gewinnen, die ich über Live Auftritte nicht generieren kann. Aktuell wegen Corona nicht, aber auch sonst nicht, weil ich als physische Person nicht so mobil bin wie digitale Musik. Was kannst Du tun, wenn Du Deine Lieblings-Indie-aner:innen im Streaming unterstützen möchtest?

1. Folge Ihnen auf Deiner Streaming-Plattform
2. Füge Sie zu Deiner Playlist hinzu
3. Teile Ihre Musik in Deinen Sozialen Netzwerken direkt aus der Spotify App heraus.

All das signalisiert dem mysteriösen Algorithmus, dass Dein:e Lieblingskünstler:in "relevant" ist und das führt langfristig dazu, dass sich Spotify und Co. irgendwann für sie oder ihn lohnen werden.

Ein nachhaltigeres Modell für digitale Musik bietet Bandcamp. Hier kannst Du Alben drei Mal kostenlos hören und danach wirst Du aufgefordert zu kaufen. Du besitzt dann eine digitale Kopie des Albums, die Du herunterladen und im Bandcamp eignen Player anhören kannst. Auf keiner anderen digitalen Plattform verdienen Künstler:innen anteilig so viel wie auf Bandcamp. Durch dieses Modell wird es auch kleinen Künstler:innen ermöglicht, Alben kostendeckend zu produzieren. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ganz großes Tennis

PARANOIA Akustik EP ist da

Kunst gegen das große WIR